Name und Entstehung des Wittbülten


Düne

Wittbülten heißt soviel wie "Primärdüne" – also der erste Schritt zur Dünenbildung und somit zur Inselentstehung. Der Vorschlag für den Namen stammt vom Inselältesten, Herrn Heye Deepen. Er erzählte uns zu dem Begriff folgende Geschichte:

Als er damals aufs Festland zur Schule musste, berichtete seine Mutter ihm vom Bau eines neuen Gymnasiums auf Spiekeroog (der Hermann Lietz-Schule). Er fragte nach dem Bauplatz und sie antwortete: "Achtern det Kohhuck, in de Wittbülten!" Übersetzt heißt das soviel wie: "Hinter der Kuhweide, in den weißen Sandhäufchen." Gemeint waren die Primärdünen. Dort, wo heute auch das Nationalpark-Haus steht, hörte damals die Insel auf. Es war nur Strand dahinter, da die Ostplate noch nicht ausgebildet war.

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2006 entstand das "Umweltzentrum Wittbülten". An der Hermann Lietz-Schule gab es bereits ein naturkundliches Museum und ein Seewasseraquarium. Mit dem Umbau der ehemaligen Sporthalle zu einem Ausstellungsgebäude sollten nun der reformpädagogische Ansatz des privaten Inselgymnasiums mit den Forschungsaktivitäten auf Spiekeroog und der touristischen Umweltbildung verknüpft werden. Das kommt bis heute allen zugute: den Schülern, den Inselbewohnern, den Gästen – und der einmaligen Natur des Wattenmeeres.

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Nach mehrjähriger Kooperation als offizieller Bildungs– und Informationspartner des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer wurde dem Wittbülten im Mai 2011 der Titel "Nationalpark–Haus" verliehen.

Im September 2011 wurde das neue Forschungszentrum eingeweiht. Die Forschungslabore und das Forscherhaus entstanden in Kooperation mit dem Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg.



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